![]() Erfolg mit Geschichte und ZukunftEs ist eine von den Geschichten, die das Leben nur selten schreibt. Und eigentlich klingt es fast wie eine gute Vorlage für einen oskarreifen Hollywood-Klassiker aus dem „Land der unbegrenzten Möglichkeiten“... Es war Rudolf Leiners Vater, der im Jahr 1910 mit dem Kauf des Stammhauses am St. Pöltner Rathausplatz den Grundstein für das heutige Textil-Teppich-Möbel-Imperium Leiner setzte. Gemeinsam mit seiner Gattin Therese übernahm er das in diesem Haus befindliche Bettwarengeschäft des Ignaz Irlweck. ![]() Der WiederaufbauDer einzige Sohn Rudolf Leiner war am 22. März 1913 geboren worden, hatte die Mittelschule in St. Pölten und später die Handelsakademie in Linz besucht. Praktische Erfahrung holte er sich in Salzburg, Graz und Innsbruck, wo er in Teppichhäusern und Weißwarengeschäften gegen geringe Bezahlung arbeitete. Diese Jahre der Ausbildung waren, laut eigener Aussage, sehr wichtig für den jungen aufstrebenden Menschen. Nach diesen „Volontärsjahren“ half Rudolf Leiner mit seinen drei Schwestern im elterlichen Betrieb. 1940 heiratete er seine Frieda, die er während seiner Schulzeit in Linz kennen und lieben gelernt hatte. ![]() Es musste weitergehen ...Anfang der fünfziger Jahre wurde der erste Lieferwagen angekauft. Das Leiner Sortiment wurde in dieser Zeit ausgebaut. Schon Ende der vierziger Jahre begann man damit, Matratzen und Couchen fabrikmäßig zu erzeugen. Nach und nach konnte die Produktion auf 15 Mitarbeiter aufgestockt werden. Mitte der fünfziger Jahre war die Wiederaufbauphase überstanden. „Der Leiner“ hatte 40 Mitarbeiter, mehr als vor dem Krieg, an Verkaufsräumen und Lagerflächen standen insgesamt 2.500 Quadratmeter zur Verfügung. An Ideenreichtum war Rudolf Leiner unschlagbar: Schon damals wurden den Kunden Teilzahlungssysteme und zinsenlose Kredite angeboten. Auch in puncto Werbung war er Pionier: Anfang der fünfziger Jahre kam der erste Leiner-Prospekt mit färbiger Titelseite heraus – damals eine Rarität! Das Sortiment war bereits vielseitig: Weißwaren, Buntwaren, Teppiche, Kinderwagen, Matratzen, Polstermöbel, Schlafzimmer und Küchenmöbel. Es waren zehn harte Jahre des Wiederaufbaus! ![]() Das Erfolgsgeheimnis - ExpansionSchon damals hat Rudolf Leiner erkannt, dass man groß werden muss, um mit den Großeinkäufern am Markt konkurrieren zu können. Der Startschuss für die Expansion fiel im Jahr 1954! Das Stammhaus wurde massiv erweitert und im Laufe der Jahre umgebaut. Im Jahr 1960 wurden dann in Wr. Neustadt und 1962 in Bruck die ersten Filialen gebaut. Der Kauf des Bekleidungshauses Esders in der Wiener Mariahilferstraße war vorerst eine riskante, aber wie sich später herausstellte, sehr gute Entscheidung. Der Einstieg in Wien war eine der schwersten Entscheidungen, so Herr Kommerzialrat Leiner. Es gab viele Kauf-Interessenten, darunter auch internationale Konkurrenz, und auch gegen den Einstieg der Deutschen in den österreichischen Möbelmarkt wollte man sich wehren. Sechs Jahre hatte es gedauert, bis der Ausflug in die Bundeshauptstadt finanziell verkraftet war. Doch 1970 begann dann die nächste Expansionswelle. Wels, danach 1971 Linz. Dann Graz und Judenburg. In nur zwei Jahren hatte sich die Zahl der Leiner-Einrichtungshäuser verdoppelt. Ein Besuch bei Leiner schaffte ein für damalige Verhältnisse neues Einkaufserlebnis. In einem der ersten großen Kaufhäuser, in dem es über mehrere Stockwerke verteilt alles zum Thema Wohnen gab, und als Attraktion „die Rolltreppe“, damals noch aus Holz! Alles unter einem Dach zu finden, das ersparte auch dem Kunden zusätzliche Wege und repräsentierte bereits in den siebziger Jahren das Gefühl eines „Shopping-Centers“. Jedes erworbene Stück wurde liebevoll und fachgerecht im „Leiner-Papier“ verpackt. Bis heute existieren insgesamt 17 Leiner-Einrichtungshäuser. 1976 eröffnete eine Filiale in der SCS, 1980 in Krems, 1984 in Steyr, 1989 in Salzburg. Im Jahre 1984 wurde die neue Leiner-Zentralverwaltung bezogen. Im gleichen Jahr wurde das neue Leiner-Zentrallager in St. Pölten-Spratzern gebaut. 1991 erfüllte sich Rudolf Leiner den Wunsch, den er schon in den 60er-Jahren hatte und errichtete in Amstetten ein Einkaufszentrum. 1995 folgten Tulln und Vöcklabruck. Mit der Übernahme der Möbelkette Michelfeit stockte Leiner seine Einrichtungshäuser schließlich auf 17 auf. ![]() Die ZukunftDie heutige Leiner- Familie umfasst eine große Zahl an Mitarbeitern die mit viel Freude, Erfolg und Stolz für die große Anzahl an treuen Leiner- Kunden stets gerne da sind. |